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Jahrgang 2025

trocken · gesund · die kleinste Ernte, die wir kennen

Landesweit 7,5 von 10 · Sicherheit der Einstufung: mittel

Makedonien

Naoussa · PDO – Rot 9,0 · Weiß 8,0 (Sicherheit: mittel)

Goumenissa · PDO – Rot 8,0 · Weiß 7,5 (Sicherheit: mittel)

Amyndeon · PDO – Rot 8,0 · Weiß 7,0 (Sicherheit: mittel)

Epirus

Metsovo · PGI – Rot 8,0 · Weiß 8,0 (Sicherheit: mittel)

Zitsa · PDO – Rot 7,5 · Weiß 7,5 (Sicherheit: niedrig)

Thessalien

Meteora · PGI – Rot 7,5 · Weiß 7,5 (Sicherheit: niedrig)

Mittelgriechenland

Atalanti und Opountia Lokridas · PGI – Rot 7,5 · Weiß 7,5 (Sicherheit: mittel)

Attika · PGI – Rot 7,0 · Weiß 7,0 (Sicherheit: mittel)

Peloponnes

Mantinia · PDO – Weiß 8,0 (Sicherheit: mittel)

Nemea · PDO – Rot 7,0 (Sicherheit: mittel)

Kykladen

Santorini · PDO – Rot 7,0 · Weiß 8,0 (Sicherheit: hoch)

Kreta 7,5 · Drama 8,0 · Pangeon 8,0 · Epanomi 8,0 · Peloponnes außerhalb von Nemea und Mantinia 7,5 (jeweils als Gesamtwert ohne Farbtrennung)

Jancis Robinson hat diesen Jahrgang in fünf Worte gefasst: herausragende Qualität, eine Krise der Menge. Beides gehört zusammen, und man kann das eine nicht mit dem anderen verrechnen.

Der Winter 2024/25 fiel mild aus und vor allem zu trocken, das dritte heiß-trockene Jahr in Folge. Auf Santorini summierte sich der Niederschlag zwischen September und August auf 165 Millimeter, etwa die Hälfte des Zwanzigjahresmittels, und das Nutzbare davon fiel schon im Dezember. Der milde Februar mit Tiefstwerten um sechs bis acht Grad ließ die Reben ungleichmäßig austreiben.

Was den Jahrgang rettete, kam am Ende: ein kühler Reifekorridor ohne Hitzewelle und ein Herbst ohne Regen zur Unzeit. Der Faktor mit dem größten Zerstörungspotenzial, Nässe im Lesefenster, fiel praktisch im ganzen Land aus. Gelesen wurde gesund.

Naoussa – Rot 9,0 · Weiß 8,0

Der höchste Wert, den wir für 2025 vergeben. Neunen gibt es in sechsundzwanzig Jahrgängen sieben, und drei davon stehen in Naoussa – 2011, 2019 und dieses Jahr.

Das Frühjahr lief hier gegenläufig zum Rest des Landes: April und Mai kamen kalt und nass, mit 169 Millimetern gegen 123 im Schnitt. Die Triebe entwickelten sich verzögert und ungleichmäßig, und wer im Herbst ein sauberes Bild wollte, musste selektieren.

Dann drehte das Jahr. Kühle Nächte und ein regenfreies Spätlesefenster sind für Xinomavro genau das, was die Sorte braucht: Sie reift spät, sie fault leicht, und beides wurde ihr 2025 erspart. Was daraus wurde, hat solide phenolische Reife, gute Säure und tiefe Farbe, und es liegt deutlich über 2024. Auffällig ist die Richtung, die der Stil genommen hat - kontrollierte Tannine, zurückhaltendes Holz, Präzision statt Kraft.

Santorini – Weiß 8,0

Auf der Insel entschied nicht die Hitze, sondern der Wind. Während Austrieb und Blüte fegten starke Südwestwinde über die Weinberge und beschädigten Triebe und Blätter, im Süden am schwersten. Über die Reifezeit kehrte dann der anedosa zurück, der Seenebel, der den Reben Feuchtigkeit gibt, ohne dass Regen fällt.

Das Assyrtiko, das daraus entstand, hat eine exemplarische Säure, ein ausgeprägt mineralisches Profil und mit etwa dreizehneinhalb Grad sogar etwas weniger Alkohol als üblich. Die Werte im Keller lagen bei sechs bis sechseinhalb Gramm Weinsäure und einem pH-Wert um 3,1, teils darunter. Vergleichbar ist das mit dem elektrischen 2015.

Und dann die andere Seite. Die Insel brachte rund 450 Tonnen ein, in Teilen weniger als fünfhundert Kilo je Hektar - der historische Tiefstand. Der Traubenpreis stieg von fünfundachtzig Cent auf zehn bis fünfzehn Euro je Kilo, bei halbierter Rebfläche. Das ist eine Strukturkrise, und sie steht nicht in der Bewertung, weil bewertet wird, was im Glas ist.

Der Peloponnes – Mantinia 8,0 · Nemea 7,0

Hier begann das Jahr mit Schäden. Ende März trafen Frost und Hagel mehrere Nemea-Zonen, und auf der Hochebene von Mantinia sank das Thermometer auf minus fünf Grad. Der Austrieb wurde ungleichmäßig, das kühl-regnerische April und Mai baute Pilzdruck auf, der sich beherrschen ließ.

Für Moschofilero drehte sich das ins Gegenteil. Die aromatische Sorte lebt von der Spanne zwischen Tag und Nacht, und die Hochlage lieferte sie: kleine Beeren, kerngesundes Lesegut, viel Aroma, praktisch kein Krankheitsdruck. Agiorgitiko reifte in Nemea trotz des Frühjahrs gleichmäßig aus, mit guter Farbe und ausgewogener Säure - gerettet von der ausbleibenden Späthitze und den Nordwinden.

Kreta – 7,5

Schnee im Winter füllte die Reserven, gegen den frühen Trockenstress wurde mit Zeolith gearbeitet, und die Lese zog sich vom 4. August für Liatiko bis zum 30. September für Mandilari. Die Weißen aus Vidiano, Vilana und Thrapsathiri kamen mit hoher Säure, vollem Körper und reicher Aromatik herein. Die Roten zeigen lebhaftes Rubin und weiche Gerbstoffe.

Unsere Weine

Dreizehn griechische Weine aus 2025 haben wir bisher verkostet, von acht Erzeugern. Der Median liegt bei 90 Punkten.

Sie zeigen den Jahrgang von einer Seite. Elf der dreizehn sind weiß oder rosé - was diesen Jahrgang nach oben trägt, der Xinomavro aus Naoussa, liegt noch im Keller. An der Spitze steht ein Rosé, der Lacules Estate. Knapp dahinter der Nomade Chardonnay von Oinotropai aus Messinien, dann gleichauf die Malagouzia vom Alpha Estate aus Florina und die Malagouzia vom Estate Manolesakis aus Drama.

Top 3 der eigenen Verkostungen

Rang 1 – 93 Punkte Lacules Estate Rosé

Rang 2 – 92+ Punkte Oinotropai Winery Nomade Chardonnay

Rang 3 – 92 Punkte Alpha Estate Malagouzia · Estate Manolesakis Malagouzia

Alle Verkostungsnotizen aus 2025

· Alpha Estate Malagouzia · 92

· Diamantakis Winery Prinos rosé · 86

· Diamantakis Winery Prinos weiß · 91

· Domaine Skouras Akres · 87

· Estate Manolesakis EXIS rot · 88

· Estate Manolesakis EXIS weiß · 88

· Estate Manolesakis Gennima Psychis rosé · 87

· Estate Manolesakis Gennima Psychis weiß · 87

· Estate Manolesakis Malagouzia · 92

· Lacules Estate Rosé · 93

· Oinotropai Winery Nomade Chardonnay · 92

· Passas Winery Mavra Nera weiß · 90

· T-Oinos Mavrosé · 91

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