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Domaine Skouras — Akres 2025

PGI Peloponnes
90% Agiorgitiko, 10% Cabernet Sauvignon
Peloponnes, Griechenland
Rotwein | trocken
13%
Trinkfenster: –2028

Akres ist der unkomplizierte Alltagsrotwein von Domaine Skouras, im Handel um die 8 €, eine Cuvée aus 90 % Agiorgitiko und 10 % Cabernet Sauvignon vom Peloponnes. Man kann ihn als kleinen Bruder des berühmten Megas Oenos lesen, dieselbe Agiorgitiko-Cabernet-Idee, nur statt im neuen Barrique gereift hier bewusst schlank gehalten, mit Gärung und kurzer Extraktion im Edelstahl, voller malolaktischer Gärung, kurzem Hefelager und Schraubverschluss. Also kein Holz und keine harte Tanninausbeute, sondern fruchtbetonter, früh zugänglicher Rotwein.

Gegen Agiorgitiko als griechische Signatur in einer Bordeaux-artigen Cabernet-Merlot-Cuvée habe ich nichts. Was mich stört, ist der neuere Hang, dem Agiorgitiko, wenn er nur einen Verschnittpartner bekommt, meist einen Syrah zur Seite zu stellen. Für die rassigeren Weine, die mehr Spaß machen, halte ich Cabernet Sauvignon für die bessere Wahl, und ausgerechnet dieser Akres führt das vor, obwohl er gar nicht als fettes Schwergewicht angelegt ist.

2025 war in Nemea kein leichtes Jahr. Trockenstress, kleinere Beeren und deutlich reduzierte Erträge prägten den Sommer, doch die Endreife verlief günstig, ohne Hitzespitzen, mit trockener Witterung und gesunden Trauben. Für einen schlanken Edelstahlwein bedeutet das etwas mehr Farbe und Konzentration als in einem üppigen Jahr, ohne dass er schwer würde, und die Höhenlagen halten die Frische.

Voll Neugier, was die kleine Cabernet-Beigabe ausrichtet, habe ich ihn verkostet. In der Nase ist er sehr floral, das sortentypische Veilchen des Agiorgitiko, dazu ein Hauch Eukalyptus, in dem man den Cabernet erahnt. Am Gaumen ein forderndes Tannin, das den Mund zunächst etwas austrocknet, dann aber Platz macht für einen mindestens mittellangen Abgang. Viele Geschmacksschichten sind nicht auseinanderzuhalten, sehr komplex ist der Wein nicht.

Und doch gelingt hier besser als beim oft dafür gepriesenen Geometria von Lafazanis, den ich inzwischen selbst in zwei Jahrgängen kenne, was ein Agiorgitiko ohne Holz leisten soll, nämlich Charakter und echte Trinkfreude. Den Halt und die kleine Wucht gibt der Cabernet, die der reinsortige Lafazanis bewusst nicht sucht. Nur muss man das dann auch so sauber hinbekommen wie hier, sonst versucht man es vielleicht besser gleich ganz ohne.

Erstaunlich gut für das, was er sein will, wirklich nichts auszusetzen und sauber durchgezogen. Für mich sind das 87 Punkte.

Verkostet: Juni 2026

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