• Griechische Weine

Kräuter, Früchte, Blumen – was darf’s sein?

In diesem Artikel haben wir bereits über die bemerkenswerte Geschichte der Malagousia-Rebsorte gesprochen, die noch vor wenigen Jahrzehnten kurz vor dem Aussterben stand und heute vom griechischen Weinmarkt nicht mehr wegzudenken ist. Eine ihrer Stärken ist sicherlich ihre aromatische Vielfältigkeit: In manchen Weinen kommt sie wie eine klassische Bouquet-Sorte daher, bei früher Ernte kann sie aber auch sehr fruchtig auftreten. Dann wiederum gibt es Weine, wie etwa den von der Giannikos Winery (zum Weingut hier mehr), die ganz klar ins kräuterige Spektrum tendieren (hier gibt es eine Verkostungsnotiz). Wir haben auf dieser Webseite schon einige Varianten besprochen, wollten uns dem Thema nun aber mal etwas ausführlicher widmen.

Dazu machten wir uns auf eine virtuelle Reise vom Südwesten Griechenlands bei Pylos bis hoch in den Nordosten nahe der Grenze zur Türkei. In aufsteigender Reihenfolge unserer Bewertungen, geographisch im Zick-Zack, sollen die Weine im Folgenden vorgestellt werden. Ein paar Beobachtungen können wir aber schonmal vorwegnehmen:

  1. Es ist auffallend, dass die Weine trotz der recht flexiblen Rebsorte insgesamt doch recht nahe beieinander liegen. Im ersten Eindruck ist es sehr schwer, zwischen den Weinen zu differenzieren. In einer gewöhnlichen internationalen Blindprobe würden vermutlich alle Weine im engen Korridor zwischen 88 und 93 Punkten liegen. Um Qualitätsunterschiede festzustellen, muss man den Weinen Zeit geben. Die Sorge von Evangelos Gerovassiliou, der griechische Markt könnte von Malagousia-Weinen mit hohen Erträgen und zu Billigpreisen überschwemmt werden, ist daher nicht ganz unbegründet. Andererseits kann man es den Winzern auch nicht übel nehmen, dass sie von dem nachsichtigen Charakter der Rebsorte profitieren wollen.

  2. Die Hitzewellen des Jahres 2021 sind an den Weinen nicht spurlos vorübergegangen. Das zeigt sich zuweilen am Alkohol, zum anderen an einer fehlenden Präzision der Aromatik. Es sind davon nicht alle Weine gleich betroffen, aber es bestätigt sich, dass 2021 aufs Ganze gesehen ein schwacher griechischer Jahrgang ist.

  3. Was die aromatische Ausdifferenzierung angeht, finden wir auffällig, dass zumindest in dieser recht zufälligen Zusammenstellung kräuterige Noten doch ziemlich dominieren. Ins florale Spektrum wagen sich recht wenige Weingüter. Vielleicht, weil man das schon mit dem Moschofilero bedient? Und bis auf eine Ausnahme – den Wein vom Ktima Erithrou Rodou – sind diese florale Noten auch alle sehr verhalten und brauchen Zeit, um sich zu entfalten. Und was fruchtige Weine angeht gab es eine große Überraschung sowie eine große Enttäuschung …


Der Malagousia von Panagiotopoulos Wines stammt aus der PGI Messinien (noch spezifischer PGI Trifillia), schmückt sich aber mit der PGI Peloponnes als Herkunftsbezeichnung. Er hat für den Jahrgang 2020 beachtliche 13%. Die Struktur ist entsprechend etwas cremig, die Säure ist strukturell nicht so relevant – eine Schwäche, welche man der Rebsorte Malagousia generell nachsagt und ein Parameter, bei dem sie auf jeden Fall hinter der noch bekannteren Weißwein-Rebsorte Assyrtiko zurückbleibt (siehe zu dieser hier). Entsprechend findet man beide Rebsorten gerne auch mal als Cuvée (siehe dazu kürzlich erst hier). Bei diesem Wein führt die geringe Säure trotz der erwähnten Cremigkeit dann zu einer gewissen Wässrigkeit im Vergleich zu anderen Weinen der Verkostung. In der Nase ist er leicht brandig. Frisch geöffnet dominieren kräuterige Noten, die hier als feuchtes Stroh auftreten. Nach einigen Tagen schält sich aber dann doch Rosenduft heraus. Der Nachhall ist leicht laktisch. Insgesamt ein Wein, der ein bisschen unentschlossen wirkt, trotzdem aber bereits sehr gute 15,5 Punkte verdient.




Ebenfalls aus der PGI Peloponnes stammt der Malagouzia des natürlich in der PDO Nemea liegenden Guts Nemea Winery. Der Jahrgang 2021 kommt auf 12,5% und zeichnet sich durch eine recht mundfüllende Säure aus. Am Gaumen ist der Wein auch insgesamt eher strukturell geprägt. Schon der Antrunk ist bemerkenswert mineralisch, wobei man sich darüber streiten kann, ob das den Wein besser macht. Auch der Nachhall bringt aromatisch nicht viel Neues. Dafür ist der Wein in der Nase eine Wucht – Schwarztee, Zitursnoten… Eistee eben! So deutlich hatten wir das sonst auch noch nicht. Unterm Strich macht das sehr gute 16 Punkte.


Zwei Stunden Autofahrt nach Nordosten führen uns in die PGI Zentralgriechenland, zur Skoumpris Winery. Der Malagouzia 2021 hat ebenfalls 12,5% Alkohol und befindet sich in einem ähnlichen Qualitätssegment. Von der Säure her befindet er sich etwas über dem Wein von Panagiotopoulos Wines – wobei jener im Verlauf noch zulegt, hier aber weniger Entwicklung da ist. Von der Aromatik her geht auch dieser Wein ins Florale – wobei eher an Trockenblumen zu denken ist. Den Nachhall empfinden manche als leicht bitter. Wir vergeben sehr gute 16 Punkte.


Für den Bereich der Weine, die hervorragend abgeschnitten haben, kehren wir wieder auf die Peloponnes zurück. In der PGI Ilia liegt da, einen Steinwurf vom historischen Olympia entfernt, das Olympia Land Estate. Erst kürzlich hatten wir den Assyrtiko des Jahrgangs 2020 dieses Weinguts probiert, danach auch die Cuvée von Assyrtiko und Malagousia. Jetzt also das „missing link“ – der reinsortige Malagousia 2020. Der Alokohol liegt bei 13%, die Struktur ist ganz von einer ausgeprägten, etwas aggressiven, Säure geprägt. Von der ölig-wässrigen Emulsion, die man schnurgerade 1,5 Stunden weiter südlich an der Westküste der Peloponnes bei Panagiotopoulos Wines antrifft keine Spur. Dazu kommt eine erstaunliche Süße und damit sehr gutes Spiel. Die Nase wird von Honig dominiert, der Nachhall ist recht reif, lässt vor allem Quitte erkennen. Insgesamt dominiert hier der Hausstil über sortentypischen Aromen. Daher vergeben wir die hervorragenden 16,5 Punkte mit leichtem Zögern, halten sie gerade im direkten Vergleich mit den zuvor besprochenen Weinen jedoch letztlich für sehr gerechtfertigt.


Recht kontrovers ging es in der Verkostung auch bei der Bewertung des Geometria Malagouzia von Lafazanis Winery (PGI Peloponnes) zur Sache. Wir hatten bereits letztes Jahr den Jahrgang 2020 vom Weingut zur Verfügung gestellt bekommen und verkostet gehabt. Der Wein fiel da schon durch seine große Fruchtigkeit auf, blieb aber doch sehr im Schatten des „großen Bruders“ vom Ktima Gerovassiliou. Die Frucht war diffuser, nicht so auf Pfirsich konzentriert. Auch waren die floralen Noten nicht ganz ausgeschaltet, der Eindruck nicht so klar. Am Gaumen waren Säure und Abgang nur durchschnittlich. Mit 12% hatte der Wein aber zumindest sehr ordentlichen Zug. Das war uns damals tendenziell sehr gute 16 Punkte wert. Im direkten Vergleich mit den ganzen anderen Konkurrenten spielte sich der 2021er, den wir extra für die Verkostung nochmal dazu gekauft hatten, nun aber doch nochmal ganz anders auf. Damit stimuliert der weiße Geometria ganz ähnlich Diskussionen dazu, wie Wein eigentlich zu bewerten ist, wie das für das rote Gegenstück gilt. Auch dieser Wein ist zwar keine große Kunst, aber unglaublich lecker – und schaffte es dadurch bei der kürzlichen Neuauflage der „50 Great Greek Wines“ sich in der Blindverkostung bis auf Platz 6 durchzumogeln und damit sämtliche PDO-Nemea-Weine hinter sich zu lassen. Klar ist auf jeden Fall: Der 2021er war in unserer Verkostung der expressivste Wein, mit klarer Nektarinen-Aromatik. Am Gaumen tritt er mit einer zum Vorgänger vergleichbaren Süße auf. Es fehlt ihm aber an Säure, was das Spiel beeinträchtigt, ihn aber zugleich auch unkomplizierter macht. Der Nachhall ist immerhin schon mittellang, aber keinesfalls komplex. Die Säure entwickelt sich hier (anders als beim Wein der Skoumpris Winery und ähnlich wie beim Wein von Panagiotopoulos Wines), flacht dann aber auch wieder ab (anders als bei den genannten Weinen), sodass er im Abgang leicht mineralisch, eventuell schon metallisch, ist. Davon bekommt man aber ohnehin kaum etwas mit, weil man schon am nächsten Schluck ist. Wir vergeben als Kompromiss der unterschiedlichen Tendenzen unter den Verkostenden hervorragende 16,5 Punkte. Von seiner Komplexität her liegt der Wein eigentlich eher darunter. Zugleich steht aber außer Frage, dass dies der Wein mit dem besten Zug ist, den wir in diesem Jahr überhaupt verkostet haben. Für durchschnittliche Weintrinker, ist dies der perfekte Sommerwein! Besten gewissens empfehlen wir daher, den Wein bei unserem Partnershop von Ralph Urban für 9,99€ die Flasche zu erwerben (und über die Provision zugleich auch unsere Webseite zu unterstützen).


Unbestritten am oberen Ende der Weine innerhalb der Kategorie mit 16,5 Punkten liegt der Malagousia 2021 von der Mylonas Winery aus der PGI Attika, also wieder auf Höhe Athens. Die 12,5% Alkohol sind unauffällig. Von der Struktur her sticht jedoch hervor, dass die Säure auch von Kohlensäure unterlegt ist und auch mineralische Anklänge auszumachen sind, die aber nun durchweg positiv in Erscheinung treten. Von der Aromatik her ist dieser Wein äußerst spannend. Er ist in der Nase recht expressiv – und zwar eindeutig dem floralen Spektrum zuzuordnen. Allerdings haben diese blumigen Noten hier rein gar nichts Schweres. Verrückt ist, wie am Gaumen dann plötzlich Frucht dominiert. Diese Kombination aus Floralem in der Nase und Frucht am Gaumen gefällt manchen ganz ausgezeichnet, sodass sie den Wein auch noch höher bewerten würden. Anderen wiederum ist das vielleicht eine Spur zu herausfordernd. Dass wir uns hier bei mindestens hervorragenden 16,5 Punkten befinden, steht aber außer Frage.


In den Bereich von 17 Punkten kommen wir dann im Norden Griechenlands. Das Weingut Alpha Estate (ausführlich hier vorgestellt) produziert hier den Malagouzia Single Vineyard Turtles als Wein der PGI Florina. Der Jahrgang 2020 hat 13% Alkohol und wir haben ihn schon im Vorjahr verkostet gehabt. Er erschien uns dort als Interpretation des Malagousias, die auch eher das kräuterige Spektrum bedient, wenn auch nicht so dominant wie die Variante von Giannikos. Verglichen mit diesem ist er deutlich runder, gibt auch dem fruchtigen und floralen Potenzial der Trauben genügend Spielraum. Struktur und Abgang sind ebenfalls sehr angenehm. Was uns für Begeisterung noch fehlte war ein wirklicher Wiedererkennungseffekt, wie er für viele andere Weine des Weinguts Alpha Estate zweifellos gegeben ist. Das war in der Nase jetzt etwas anders, als wir die Konterflasche öffneten. Haustypische Brioche-Noten standen jetzt klar im Vordergrund. Das passt gut zu unserer kürzlichen Beobachtung zum Assyrtiko des Hauses, wo auch ein Jahr mehr Reife die Arbeit mit der Hefe aromatisch deutlich hervortreten ließ (siehe hier). Der Wein macht einen leicht cremigen Eindruck, hat aber genügend Säure. Diese ist nicht auffällig, aber deutlich vorhanden, wenn man die Weine aufmerksam im Vergleich verkostet. Dass sie so gut eingebunden ist, ist ein Pluspunkt. In der Nase fällt weiterhin Kräuterigkeit auf, wobei jetzt auch fruchtige Noten – reifes Fallobst – auszumachen ist. Am Gaumen kommt der Wein mit seiner Mineralität dann aber für diesen Eindruck etwas zu abgeklärt daher. Es fehlt Frucht, auch wenn der wenn hinten raus wieder sehr angenehm ist und sich durch einen langen Nachhall auszeichnet. Hervorragende 17 Punkte. Für 8,50€ gibt es den neuen Jahrgang 2021 bei unserem Partnershop Oinos Greek Wine.


2,5 Stunden Autofahrt nach Westen bringen uns in die PGI Epanomi, zum Ktima Gerovassiliou und damit zum Retter der Rebsorte höchstpersönlich, Evangelos Gerovassiliou (eine Reportage zum Weingut gibt es hier). Der Jahrgang 2021 des Malagousia Single Vineyard hat recht hohe 13,5% Alkohol und wird von einer sehr konstanten Säure als Gerüst getragen. Am Gaumen ist der wein rund, baut sich auf, der Nachhall schält sich langsam aber stetig hervor. In dieser Entwicklung liegt die größte Stärke des Weins, über die man auch nicht leichtfertig hinweggehen sollte. Trotzdem enttäuscht er etwas – hat der Jahrgang 2020 uns mit seiner klaren Pfirsichfrucht doch noch vom Hocker gehauen und phänomenale 18,5 Punkte geben lassen. Demgegenüber sind die fruchtigen Aromen nun schon sehr verhalten – liegen deutlich hinter dem Geometria der Lafazanis Winery – und kämpfen sogar immer wieder mit floraler Überlagerung. Ein immer noch hervorragender Wein mit 17 Punkten. An die „großartigen“ Weine dieser Verkostung kommt er mit diesem Jahrgang aber nicht heran. Das wundert ein wenig, da die Cuvée mit Assyrtiko – der weiße Gutswein – desselben Jahres durchaus die sortentypische Frucht mitbringt. Flaschenvarianz ist also nicht ganz auszuschließen. Allerdings scheint uns der Ktima Gerovassiliou weiß zumindest für den Moment die sicherere Kaufempfehlung. Letzteren gibt es gerade im Jahrgang 2019 für 13,69€ bei unserem Partnershop Oinos Greek Wine.


In gewisser Weise den totalen Gegenentwurf zum Wein der Mylonas Winery trifft man an, wenn man von dort 1,5 Stunden nach Westen fährt, an Athen vorbei und zurück auf die Peloponnes. Dort, in der PGI Korinth, produzierte das Ktima Kissa im Jahr 2020 einen Wein mit auffallend hohen 13,5% Alkohol. Die Säure baut sich mustergültig auf und hält das Niveau. Der Wein ist strukturell perfekt in der Balance. Am Gaumen erfrischt Limette. In der Nase ist der Wein bunt und komplex – für konkrete Beschreibungen beinahe zu dicht. Aber das ist kein Mischmasch. Frucht und Florales sind einfach sehr dicht verwoben und bringen den Wein zum Singen. Auf den Punkt gebracht: Rund – mit ganz viel Binnenstruktur. Großartige 17,5 Punkte – und ganz viel Eigenständigkeit!


Stilistisch ganz anders aber qualitativ vergleichbar ist der Malagousia Dryos 2021 von de Domaine Hatzimichalis (PGI Atalanti; wir müssen also wieder an Athen vorbei und ein wenig die Ostküste hinauffahren). Auch hier haben wir 13,5% Alkohol. Die Säure bewegt sich im Mittelfeld. Strukturell dominiert eindeutig die Mineralik. Es ist der einzige Wein, der im Eichenfass ausgebaut wurde. Er weist eine feine, zitrische Nase auf. Dazu kommt wieder das in dieser Verkostung öfter auffallende Stroh – diesmal aber nicht feucht. Der Gaumen hat etwas außergewöhnlich Rotfruchtiges. Der Nachhall ist sehr lang. Auch dieser Wein verdient großartige 17,5 Punkte. Es wäre spannend, das Lagerpotenzial dieser im Holz ausgebauten Variante weiter zu verfolgen.


Der nordöstlichste Wein (aus der PGI Drama) ist nun zugleich auch derjenige trockene Malagousia, der uns am meisten zu überzeugen wusste. Bereits der Auftaktjahrgang 2020 des jungen Weinguts Ktima Erithrou Rodou hatte uns sehr überzeugt. Auch der Jahrgang 2021 zeichnet sich durch eine ganz und gar florale Nase aus. Hier haben wir jetzt auch mal schwerere Rosendüfte. Allerdings ist der Eindruck weniger erschlagend als im letzten Jahr. Was manche vielleicht bedauern würden, macht den Wein für uns attraktiver und runder. Das heißere Jahr merkt man auch am Alkohol von 13%. Allerdings stört das gar nicht. Die Säure ist relativ zurückhaltend, auf jeden Fall hinter dem Wein vom Ktima Kissa. Sie geht aber vor allem deswegen nicht so weit mit, weil der Wein sofort von der Aromatik getragen wird. Auch die Mineralik stützt den Wein und fällt hier sehr positiv auf, weil auch sie aromatisch begleitet wird. Am Gaumen ist auch eine schöne Süße vorhanden, die zum Trinken animiert. Der Nachhall ist wieder sehr floral – und lang. Erträge von deutlich unter 30 hl/ha und die Beschränkung auf den ohne Pressung abfließenden Saft unterstreichen eindrücklich den Anspruch, hier ein echtes Qualitätsprodukt vorzulegen. Ein sehr gelungener Wein, der in dieser Verkostung klar dominiert und daher großartige 18 Punkte verdient. Den Jahrgang 2020 gibt es gerade noch bei unserem Partnershop von Ralph Urban für 17,99€ die Flasche.


Zum Nachtisch gab es dann noch den Malagousia from overripe grapes 2018 vom Ktima Gerovassiliou. Nachdem die trockene Variante hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, versöhnte diese Flasche wieder vollends. Der so typische Pfirsich ist wieder in aller Klarheit da. Der Wein hat 12,5% und nichts auch nur im Ansatz Klebriges. Er hat einen ganz klaren Stil, kommt aber nicht prätentiös elegant daher, ist geradezu verspielt. Darf man bei einem Dessertwein der auf diese Weise und nicht durch enorme Komplexität beeindruckt überhaupt zu Höchstwertungen greifen? Wir finden: Ja. Denn einen Dessertwein mit solch krassem Zug wird man andernorts kaum finden. Dazu ist der Nachhall bombenlang. Daher: Phänomenale 18,5 Punkte.

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