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Jahrgang 2014

nass · uneinheitlich · ein Jahr für Erzeuger und Lagen

Landesweit 5,5 von 10 · Sicherheit der Einstufung: niedrig

Makedonien

Naoussa · PDO – Rot 5,0 · Weiß 5,5 (Sicherheit: niedrig)

Amyndeon · PDO – Rot 5,0 (Sicherheit: mittel)

Goumenissa · PDO – Rot 4,5 · Weiß 5,5 (Sicherheit: mittel)

Thrakien

Maroneia · PDO – Rot 5,0 · Weiß 6,5 (Sicherheit: mittel)

Thessalien

Rapsani · PDO – Rot 5,5 (Sicherheit: mittel)

Karditsa · PGI – Rot 5,5 · Weiß 5,5 (Sicherheit: niedrig)

Meteora · PGI – Rot 5,5 · Weiß 5,5 (Sicherheit: mittel)

Mittelgriechenland

Atalanti und Opountia Lokridas · PGI – Rot 6,0 · Weiß 6,0 (Sicherheit: mittel)

Attika · PGI – Rot 5,0 · Weiß 5,5 (Sicherheit: niedrig)

Peloponnes

Nemea · PDO – Rot 4,5 (Sicherheit: mittel)

Mantinia · PDO – Weiß 5,5 (Sicherheit: mittel)

Kykladen

Santorini · PDO – Rot 7,0 · Weiß 6,5 (Sicherheit: niedrig)

Kreta 6,5 · Pangeon 7,0 · Drama 6,0 · Epanomi 5,5 · Peloponnes außerhalb von Nemea und Mantinia 5,5 (jeweils als Gesamtwert ohne Farbtrennung)

2014 hat die übliche Ordnung umgedreht. Sonst tragen die Rotweingebiete des Festlands einen griechischen Jahrgang, und die Inseln liefern die Weißen dazu. In diesem Jahr steht Santorini im Rot an der Spitze, während Nemea und Goumenissa mit 4,5 die niedrigsten Werte dieser Seite tragen.

Der Grund ist Wasser. Nach einem warmen, starken 2013 kam ein kühleres, wechselhaftes und deutlich feuchteres Jahr, ohne nationale Hitze, dafür mit breitem Fäulnisdruck.

Der Norden – Naoussa 5,0 · Amyndeon 5,0 · Goumenissa 4,5

Hier traf es am härtesten. Die Saison begann mit guten Wasserreserven und blieb bis Ende Mai stabil, dann kamen Anfang Juni unerwartete Regen- und Hagelstürme, und am 22. Juli richtete ein Hagelschlag über Naoussa Schäden von bis zu neunzig Prozent an. Danach wurde der Sommer trocken und temperiert, aber das Bild blieb fleckig: Der Schaden lag nicht flächig, sondern parzellenweise.

Xinomavro ist die falsche Sorte für so ein Jahr. Sie reift spät, ihre Schale ist dünn, und sie fault leicht. Was ohne strenge Auslese in die Flasche kam, wirkt stumpf und hält kaum ein paar Jahre. Wo scharf selektiert wurde, gibt es gute Säure, tiefe Farbe und Substanz - aber es musste selektiert werden. Die Agronomin von Kir-Yianni hat 2014 das schwierigste Jahr ihrer fünfundzwanzig Ernten genannt.

Nemea – Rot 4,5

Der niedrigste Wert dieser Seite, und er hat eine einzige Ursache. In Nemea fielen rund 826 Millimeter Niederschlag, einer der höchsten Werte der Dekade, gegen einen Schnitt von etwa 750. Agiorgitiko erreichte in den spät reifenden Parzellen die volle phenolische Reife nicht mehr und stand zugleich unter hohem Botrytisdruck. Beides zusammen lässt einem Erzeuger wenig Spielraum.

Santorini – Rot 7,0

Auf der Insel galt nichts davon. Statt Nässe kamen Hitzespitzen, fünf Extremtage über dreißig Grad mitten in der Reife, und der Meltemi hielt zusammen mit der Trockenheit die Fäulnis fern, wie er es fast immer tut.

Davon profitierte ausgerechnet die rote Sorte der Insel. Mavrotragano kam voll ausgereift herein - in einem Jahr, in dem die roten Leitsorten des Festlands an der Feuchtigkeit scheiterten. Beim Assyrtiko verlangte die Wärme eine Entscheidung: früh lesen für Frische, oder bewusst spät für Nychteri. Ein Nychteri dieses Jahrgangs steht bei fünfzehn Volumenprozent.

Kreta – 6,5

Während der Norden im Regen stand, blieb Kreta trocken. Der August brachte drei Hitzewellen von je drei bis vier Tagen mit Maxima um achtunddreißig bis neununddreißig Grad, und die Reife verschob sich dadurch um zehn Tage nach hinten. Die Menge fiel kleiner aus, die Qualität blieb sehr gut. Mit 6,5 steht die Insel einen ganzen Punkt über dem Landeswert – in einem Jahr, das auf dem Festland an der Nässe scheiterte.

Unsere Weine

Acht griechische Weine aus 2014 haben wir verkostet, von sieben Erzeugern. Der Median liegt bei 90,5 Punkten - deutlich über dem, was ein 5,5-Jahrgang erwarten ließe.

Der Grund steht in der Sortenliste. Alle acht sind internationale Sorten: fünfmal Merlot oder Cabernet, zweimal Syrah, dazu ein weißer Bordeaux-Verschnitt. Xinomavro und Agiorgitiko, also genau die beiden Sorten, an denen dieses Jahr gescheitert ist, kommen in unserem Keller aus diesem Jahrgang nicht vor.

Der Plagios rot vom Ktima Biblia Chora aus dem Pangeon führt die Reihe zweimal an - beide Flaschen im Glas landeten auf demselben Wert.

Top 3 der eigenen Verkostungen

Rang 1 – 94+ Punkte Ktima Biblia Chora Plagios rot

Rang 2 – 93+ Punkte Christos Kokkalis Trilogia

Rang 3 – 91 Punkte Tsolis Anny's Animus Merlot

Alle Verkostungsnotizen aus 2014

· Christos Kokkalis Trilogia · 93

· Ktima Biblia Chora Plagios rot · 94

· Ktima Biblia Chora Plagios rot · 94

· Ktima Gerovassiliou Syrah · 90

· Liappas Winery Roggia rot · 89

· Oenogenesis Deka · 89

· Panagiotopoulos Wines Tomos II Merlot · 89

· Tsolis Anny's Animus Merlot · 91

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