La Tour Melas – Silphium 2025
Fokiano, Grenache Noir, Syrah, Aspro Potamisi
Mittelgriechenland, Griechenland
Roséwein | trocken
13,4%
Der Silphium ist der Spitzen-Rosé von La Tour Melas, nach Angaben des Guts eine sehr limitierte Cuvée. Verkostet habe ich ihn im Oktober 2026 gemeinsam mit der Idylle d'Achinos 2025, dem mittleren Rosé des Guts. In der Rangordnung steht der Silphium klar darüber, und im Preis liegt er in Griechenland bei mehr als dem Doppelten.
Die Rezeptur dieses Weins wechselt von Jahrgang zu Jahrgang, und 2025 ist sie wieder eine andere. Geführt wird er von Fokiano aus wurzelechten Reben auf Naxos, dazu kommen Grenache und Syrah sowie – nach Auskunft des Guts in diesem Jahr in geringerem Anteil – Aspro Potamisi, ohne dass Prozente genannt werden. Damit teilt der 2025er die Fokiano-Führung samt Grenache und Aspro Potamisi mit dem 2021er, neu gegenüber dem 2021er ist der Syrah. Der Alkohol liegt bei 13,4 Prozent.
Den 2021er hatte ich im September 2023 mit rund zwei Jahren bei 93+ Punkten, den 2023er im September 2024 mit rund einem Jahr bei 94. Der 2025er ist mit etwa einem Jahr genauso alt wie damals der 2023er. Yannis Athanasakopoulos gab dem 2021er bei WineVein 90 Punkte, das sah ich mit meinen 93+ höher. Zum 2025er ist mir bisher keine Fremdwertung bekannt.
In der Nase ist er etwas verhalten. Auch Granatapfel kommt durch, ein kleines wenig Rosenblütenwasser, ein bisschen Orangenzeste. Am Gaumen ist er dann eine Wucht, unglaublich dicht – so dicht, dass man ihn eigentlich kaum komplex nennen kann, in dieser Dichte aber unglaublich präsent und überzeugend. Bei nur 13,4 Prozent wirkt er sehr viel öliger, aber nie schwer süß. Vielmehr prägen ihn eine unglaubliche Speckigkeit und Rauchigkeit. Wäre die Nase noch ein bisschen animierender, wäre das sogar noch mehr.
Aber auch so ist das ein ganz fantastischer Jahrgang, der auch rassiger ist als die bisherigen Jahrgänge, die ich im Glas hatte. Der Silphium kostet rund 40 Euro in Griechenland. Für mich sind das 95 Punkte.

Verkostet: Oktober 2026