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Panagiotopoulos Wines — Tomos I Cabernet Sauvignon 2013

PGI Trifilia
100% Cabernet Sauvignon
Peloponnes, Griechenland
Rotwein | trocken
13,5% | Bio
Trinkfenster: –2036

Der Tomos I ist der biologische Cabernet Sauvignon des Hauses Panagiotopoulos und damit Erbe jener Rebe, mit der Dimitris Panagiotopoulos 1982 in Pyrgos Trifilias überhaupt erst begann. Die Linie reicht bis zum ersten Jahrgang 2000 zurück; den Namen „Tomos I“ – erster Band einer dreiteiligen Bio-Serie neben Tomos II (Merlot) und Tomos III (Syrah) – trägt sie aber erst seit dem Jahrgang 2013. Ältere Jahrgänge desselben Weins, etwa der 2010er, den ich bereits verkostet habe, liefen schlicht als „Cabernet Sauvignon Bio“. Vom konventionell erzeugten, deutlich größer abgefüllten Cabernet Sauvignon des Hauses ist der Tomos I dabei zu unterscheiden. Ganz durchschaubar ist die Qualitätshierarchie des Guts dabei nicht. Den Tomos III Syrah führt es als bloßes „Premium“, den Tomos I Cabernet als „Super Premium“, die rare Cuvée „36“ gar als „Ultra Premium“. Die Logik dieser Abstufung erschließt sich nicht recht, denn der biologische Tomos II Merlot und der Tomos III Syrah kommen beide auf 10.000 Flaschen und landen dennoch in verschiedenen Stufen, was eher wie eine Rangordnung der Rebsorten wirkt als wie ein messbares Kriterium.

Auf jeden Fall handelt es sich hier, beim Tomos I, um einen reinsortigen Cabernet von einer einzelnen, biozertifizierten Lage auf 500 m Höhe, 24 Monate in 225-Liter-Fässern aus französischer Eiche gereift, 13,5 % vol., gerade einmal 6.900 Flaschen. Im Handel kostet er um die 24 €.

Der Jahrgang 2013 gilt für griechische Rotweine als gesund und ausgewogen, ein Jahr mit reifem, aber nicht überreifem Material; die Cabernet-Trauben kamen am 20. September in den Keller. Voll Neugier, wie sich ein solcher Wein nach dreizehn Jahren schlägt, habe ich ihn nun verkostet.

In der Nase noch viel schwarze Johannisbeere, sehr sortentypisch. Am Gaumen ein etwas flacher Antrunk, auch farblich nicht eben dicht, doch wirklich sehr süffig – für einen dreizehn Jahre alten Wein erstaunlich süffig. Er hat viel Zug, ist geradezu geschmeidig im Mund, ein leichter Cabernet, kein Schwergewicht trotz des Holzausbaus. Der Nachhall bleibt eher kurz, jedenfalls für einen Wein dieser Qualitätsstufe.

Für mich liegt er bei 90 Punkten, mit etwas Sympathie vielleicht 91; der 2010er liegt für mich derzeit auf demselben Niveau. Bleibt die eingangs gestreifte Frage, ob der Geschmack die Abstufung zwischen den Tomos-Weinen überhaupt trägt. Parallel hatte ich den Tomos III Syrah im Glas, der „nur“ als Premium firmiert und mich doch deutlich mehr überzeugte; von der sensorischen Seite her trägt die „Super Premium“-Logik also nicht. Einen Grund, warum der Tomos I nicht noch ein Jahrzehnt durchhalten sollte, sehe ich nicht; doch er steht jetzt auf seinem Peak, und wer ihn hat, kann ihn ohne Zögern öffnen.

Verkostet: Juni 2026

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