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Panagiotopoulos Wines – Cabernet Sauvignon Bio 2010

PGI Trifilia
100% Cabernet Sauvignon
Peloponnes, Griechenland
Rotwein | trocken
14% | Bio
Trinkfenster: –2031

Bei Panagiotopoulos im westpeloponnesischen Trifilia war Cabernet Sauvignon von Anfang an die Leitsorte: Dimitris Panagiotopoulos pflanzte 1982 seine ersten Reben im Gebiet Pachimari bei Pyrgos Trifilias, lange bevor das heutige Weingut 2005 fertiggestellt wurde. Dieser biologisch erzeugte Cabernet steht in genau dieser Gründungslinie und ist auf lange Reife angelegt wie kaum ein anderer griechischer Vertreter der Sorte: 24 Monate französische Eiche, danach über zehn Jahre Flaschenreife im Weingutskeller, bevor die 12.000 Flaschen überhaupt freigegeben wurden. Vom günstigeren, konventionell erzeugten Cabernet Sauvignon des Hauses ist diese Bio-Abfüllung strikt zu trennen; ab dem Jahrgang 2013 firmiert sie unter dem Premiumnamen „Tomos I", erster Band einer dreiteiligen Bio-Serie der französischen Sorten neben Tomos II (Merlot) und Tomos III (Syrah). Auf dem heutigen Markt liegt sie bei etwa 25 bis 30 €.

Der Jahrgang 2010 brachte in Trifilia einen warmen, sonnigen und sehr trockenen Sommer, ideal für Farbe, Tannin und dunkle Frucht, gefolgt von einem deutlich feuchteren September und Oktober, der späte Lese, Laubarbeit und strenge Selektion verlangte. Genau diese Zweiteilung erklärt das ungewöhnliche Profil des Weins, das Simos Georgopoulos schon 2018 auffiel: Er fand den Bio-2010er trotz gleichen Alters frischer, tannischer und weniger entwickelt als die konventionelle Schwesterabfüllung und gab ihm mindestens fünf weitere Jahre Keller. Der Wein scheint diese Reserve tatsächlich gehabt zu haben, denn 2024, mit vierzehn Jahren, holte er bei den Sakura Awards in Japan noch Gold. Innerhalb der Panagiotopoulos-Cabernets ist 2010 damit weniger der früh prämienglänzende Jahrgang als der eigenwillige Langstreckenläufer. Voll entsprechend hoher Erwartungen habe ich ihn nun verkostet.

In der Nase sehr viel anregendes Toffee, ein wenig Eukalyptus, ein klein wenig Unterholz, aber nicht viel. Im Antrunk noch mit viel Frucht, rotfruchtig, dann kakaoartiges Tannin. Gute Säure im Antrunk, doch Geschmack und Tannin flachen relativ schnell ab. Der Alkohol bleibt mit 14 % unauffällig, der Nachhall hält tatsächlich recht lang. Nur die Struktur hinten heraus fehlt ein wenig, sodass auch die Säure etwas verpufft.

Ein guter Wein, dem ich 90 Punkte gebe. Auf diesem Niveau dürfte er auch die nächsten fünf Jahre bleiben, bis 2031, und wahrscheinlich auch in zehn Jahren noch trinkbar sein.

Verkostet: Juni 2026

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