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Ktima Gerovassiliou – Malagousia 2025

Single Vineyard

PGI Epanomi
100% Malagousia
Makedonien, Griechenland
Weißwein | trocken
14%

Der Malagousia ist der Wein, mit dem Evangelos Gerovassiliou seinen Ruf begründet hat – die Sorte, an deren Rettung er als Önologe in Porto Carras entscheidend beteiligt war, gekeltert vom eigenen Gut bei Papamola, rund 25 Kilometer südöstlich von Thessaloniki. „Single Vineyard" meint hier keinen winzigen Cru, sondern den zusammenhängenden Gutsweinberg von über 110 Hektar, eine maritime Flachlage am Thermaischen Golf auf sandigen Böden mit tonigen Unterlagen, kalkhaltigem Gestein und marinen Fossilien, auf drei Seiten vom nur vier Kilometer entfernten Meer umgeben. Nach kaltem Schalenkontakt vergärt der Wein überwiegend im Edelstahl bei 18 Grad, ein kleinerer Teil – ein Fünftel bis ein Viertel, Julia Harding MW nennt 25 Prozent – in gebrauchten, neutralen französischen Barriques zu 225 Litern, danach liegt er mehrere Monate auf der Feinhefe. Mit rund 210.000 Flaschen ist das ein Signaturwein in großer Menge. Und mit 14 Prozent ist der 2025er der erste in meiner Reihe dieses Weins, der über die 13,5 Prozent hinausgeht, die alle Vorgänger trugen.

Der Erntebericht des Guts beschreibt 2025 in Epanomi als gesundes Jahr, mit einem kalten Winter und genug Regen, einem kühlen Juni, der den Krankheitsdruck fernhielt, und einer Lese, die am 12. August begann und über rund 50 Tage lief, eine der längsten der letzten Jahre. Für die Weißweine meldet er rund zehn Prozent mehr Menge als im Vorjahr und beschreibt sie als aromatisch intensiv, fruchtrein und säurebalanciert – das ist allerdings der Eigenbericht dieses Guts, keine unabhängige zweite Stimme. Für mich ist 2025 ohnehin einer der besten Weißweinjahrgänge, die wir in Griechenland in den letzten Jahren hatten, gerade für die Malagousia in Nordgriechenland, und dieser hier gehört zu den vollständigsten Jahrgängen dieses Weins, die mir untergekommen sind.

In der Nase ist er dennoch ein klein wenig verhalten. Da reicht er noch nicht an den 2020er heran, den ich 2021 mit einem Jahr Flaschenreife bei 95 Punkten gesehen habe und der beim Entkorken einen Schwall Pfirsich in den Raum warf – für mich der legendäre Jahrgang dieses Weins. Die Pfirsichfrucht ist hier nicht auf die Spitze getrieben. Dafür überzeugt er am Gaumen, erfrischend, mit toller Textur und gutem Grip, dazu Minze, Basilikum und Zitrusfrüchte.

Genau diese Gaumenstärke teilt er mit dem 2023er, den ich zuletzt im Glas hatte – bei der Erstverkostung 2024 mit 91 Punkten eher zurückhaltend eingeordnet, bei der Nachverkostung im August 2026 wegen seiner Textur, seiner richtig guten Säure und seines Rückgrats auf 92 korrigiert. Der 2025er bringt zu dieser Struktur die Frische und den deutlich stärkeren Jahrgang mit.

Wenn die Nase jetzt noch an die alten Höhenflüge anschlösse, gäbe ich einem solchen Jahrgang und diesem Wein sogar noch mehr. Die Geschichte hat er, und die Fähigkeit, in einzelnen Aspekten ganz großartig zu sein, ebenfalls. Bei Decanter kam Sylvia Wu auf 94 Punkte, während der Wettbewerb der Decanter World Wine Awards dem 2025er Silber gab. Wer ihn online kauft, sollte genau hinsehen. Mehrere Händler schreiben die 97 Punkte und den Titel „Best in Show" der DWWA auf die Seite des 2025ers, obwohl diese Auszeichnung dem 2024er gilt. In Griechenland kostet er rund 17,70 Euro, praktisch dasselbe wie der 2023er. Für mich sind das 94 Punkte. Auf den perfekten Jahrgang warte ich noch.

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Verkostet: September 2026

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