Panagiotopoulos Wines — Tomos III Syrah 2013
PGI Trifilia
100% Syrah
Peloponnes, Griechenland
Rotwein | trocken
13,5% | Bio
Trinkfenster: –2041
Die Tomos-Reihe ist die biologische Premium-Linie des Hauses Panagiotopoulos und versammelt drei reinsortige Rote aus den großen französischen Sorten, den Tomos I aus Cabernet Sauvignon, den Tomos II aus Merlot und den Tomos III aus Syrah, allesamt aus biozertifizierten Lagen der PGI Trifilia und lange im Holz gereift. Den ersten Syrah-Jahrgang gab es 2006. Wie das Weingut diese drei Weine intern einstuft, ist allerdings schwer nachvollziehbar. Cabernet und Merlot führt es als „Super Premium“, den Syrah dagegen nur als „Premium“, und die höchste Stufe „Ultra Premium“ geht nicht einmal an einen Tomos-Wein, sondern an die separate Cabernet-Cuvée „36“.
Dabei ist der Tomos III technisch kein bisschen einfacher gebaut als seine Geschwister. Es handelt sich um einen reinsortigen Syrah von einer biozertifizierten Lage auf 500 m Höhe, von Hand gelesen, 24 Monate in 225-Liter-Fässern aus französischer Eiche gereift, 13,5 % vol., gut 8.500 Flaschen. Im Handel liegt er bei rund 40 bis 60 €.
Der Jahrgang 2013 gilt in Griechenland als sehr guter bis exzellenter Rotweinjahrgang, mit früher, gesunder Reife, milden Sommertemperaturen und erhaltener Säure, gute Voraussetzungen gerade für einen Syrah, der Würze und Frucht behalten soll. Die Trauben kamen am 25. September in den Keller. Drei Tomos-Weine standen bei mir parallel im Glas, der Cabernet 2013, der Merlot 2014 und dieser Syrah 2013 – und ich war gespannt, ob die offizielle Rangordnung im Glas standhält.
In der Nase sehr fruchtig, noch viel Blaubeere, dazu ein wenig dunkle Schokolade und ein kleines bisschen Balsamico. Am Gaumen hat er, anders als der Cabernet mit seinen griffigeren, noch langlebigeren Tanninen, durchgehend mehr Frucht, und hinten heraus kommt noch einmal eine animierende, fruchtige Säure. Von den drei Tomos-Weinen ist dieser Syrah mit Abstand der beste; verstecken muss er sich vor den höher eingestuften Geschwistern in keiner Weise. Nur der zweite Nachhall könnte etwas besser sein.
Ein wirklich toller Wein, der 93+ Punkte verdient. Seinen Höhepunkt dürfte er erst in etwa fünf Jahren erreichen, und ich traue ihm noch gut fünfzehn Jahre Reife zu. Womit die offizielle Hierarchie endgültig auf dem Kopf steht, denn der am niedrigsten eingestufte der drei war im Glas der überzeugendste.
Verkostet: Juni 2026