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Ktima Kir-Yianni – Assyrtiko The North 2025

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PGI Florina
100% Assyrtiko
Makedonien, Griechenland
Weißwein | trocken
13,5%

„The North“ heißt dieser Assyrtiko von Kir-Yianni, und der Name meint die Herkunft aus Nordgriechenland. Manche Etiketten tragen zusätzlich den Hinweis „High Altitude Wine“. Die Trauben wachsen nicht in Naoussa, wo das Gut sitzt, sondern auf dem Hochplateau von Amyndeon in Westmakedonien. Es sind ausgewählte Parzellen bei Agios Panteleimonas auf 600 bis 700 Metern, mit nährstoffarmen Sandböden, ausgeprägten Unterschieden zwischen Tag und Nacht, dem mäßigenden Einfluss von vier Seen und Nordwinden. Die Reben sind überwiegend jung, im Schnitt etwa zehn Jahre alt. Weil die PDO Amyndeon an Xinomavro gebunden ist, läuft dieser reinsortige Assyrtiko als PGI Florina. Gegründet hat Kir-Yianni 1997 Yiannis Boutaris, und der Name greift die respektvolle Anrede des Gründers auf, sinngemäß „Herr Yiannis“. Heute führt Stellios Boutaris das Haus, Chefönologe ist seit 2010 Antonis Kiosseoglou. Innerhalb des Sortiments ist The North der zugängliche Einstieg in den Höhen-Assyrtiko des Guts, unterhalb des Einzellagenweins Tarsanas. Den 2024er bezeichnete Kir-Yianni im März 2025 noch ausdrücklich als Etikett, das nur im Ausland vertrieben wird. Inzwischen ist der Wein auch im griechischen Handel zu finden.

2025 wurde zwischen dem 20. September und dem 1. Oktober von Hand gelesen und auf dem Sortierband streng selektiert. Kir-Yianni selbst meldet gesunde Trauben und eine mengenmäßig gute Ernte. Mit kurzer Kaltmazeration gärt der Wein im Edelstahl und bleibt dort drei Monate auf der Feinhefe, Holz sieht er nicht. 13,5 Prozent Alkohol, trocken, Schraubverschluss. Auf dem Papier stehen 5,0 Gramm Gesamtsäure pro Liter bei einem pH von 3,37. Beim 2024er waren es 5,5 Gramm und 3,26, bei einer Lese, die eine Woche früher begann.

Im Glas hatte ich den Wein im Oktober 2026 bei der Weißweinprobe „Vidiano & Assyrtiko“. Sie führte über acht Weine vom Vidiano zum Assyrtiko, stellte Kreta gegen Nordgriechenland und ging dabei der Säurefrage nach. Die Flasche kam als Muster. The North stand an siebter Stelle, direkt nach dem Diamantakis Petali Assyrtiko 2025 aus der PGI Kreta (91 Punkte) und direkt vor dem Single Block Tarsanas 2023 desselben Guts (93 Punkte). Der Tarsanas stammt aus Block 10 Samaropetra mit Reben von 2004 und hat 14 Prozent. Er reifte sechs Monate in 225-Liter-Fässern aus französischer Eiche, zur Hälfte neu, mit drei Monaten Bâtonnage. Beim Petali hatte ich festgehalten, dass man eher woanders schauen sollte, wenn man Konkurrenz zu den großen Weinen Santorinis sucht. Ob dieser Wein aus dem Norden mit Santorini mithalten kann, war deshalb die Frage, mit der ich ihn ins Glas nahm.

Die Erwartungen waren nicht niedrig. Im Wine Advocate bekam der 2025er im Juni 2026 92 Punkte, laut Produzent von Monica Larner, die ihn präzise, geradlinig und gespannt fand, mit Zitrus, tropischer Frucht und Blüten. Emily Saladino gab ihm im Wine Enthusiast (Ausgabe vom 1. November 2026) 90 Punkte und notierte Zitrone, Limette und einen mineralischen Unterton. Vintage Assessments in Kanada führt ihn mit 90 Punkten als „Best Buy“. Bei der Balkans International Wine Competition 2026 gab es Gold mit 90 Punkten, bei Mundus Vini 2026 ebenfalls Gold.

In der Nase ist er, keine Frage, sehr viel näher an Santorini als der Petali, ein ausgewogener Assyrtiko. Auch am Gaumen zeigt er eine wirklich gute Säure. Mit dem Petali teilt er allerdings die Banane, die dort reichlich in der Nase stand. Hier ist es für meinen Geschmack ein wenig viel davon. Und ein wenig viel ist der Wein auch auf die Säure hingebürstet.

Bei weitem ist das kein schlechter Wein. Geschadet hat ihm an diesem Abend etwas, dass wir direkt danach noch einen zweiten Wein aus Nordgriechenland vom selben Gut im Glas hatten, eben den Tarsanas. Wer einen Einstiegs-Assyrtiko von Santorini sucht, braucht nicht weiter zu suchen, denn hier bekommt er den Wein zum halben Preis. The North kostet rund 15 Euro in Griechenland. Für mich sind das 88 Punkte.

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Verkostet: Oktober 2026

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