Domaine Skouras – Peplo 2024
PGI Peloponnes
Agiorgitiko (33%), Syrah (33%), Mavrofilero (33%)
Peloponnes, Griechenland
Roséwein | trocken
12,5%
Skouras Peplo Rosé. Circa 15 € im Einzelhandel in Griechenland. Circa 17 € in Deutschland.
George und Dimitris Skouras haben drei Jahre lang experimentiert, bevor sie 2017 den ersten Peplo auf den Markt brachten. Ihr erklärtes Ziel: „Wir wollten einen ernsthaften Roséwein machen. Etwas Vergleichbares mit unseren großen Roten oder Weißen." Rosé-Spezialistin Elizabeth Gabay MW verkostete den Debütjahrgang und schrieb: „Ich würde sagen, das ist ihnen gelungen."
Was „ernsthaft" in der Praxis bedeutet: Drei Rebsorten zu gleichen Teilen, jede aus einer anderen Ecke des Peloponnes, jede auf anderem Boden, in anderer Höhenlage, in einem anderen Gebinde ausgebaut. Agiorgitiko aus Nemea auf 850 m Höhe, auf Lehmboden, ausgebaut in Akazienholzfässern. Syrah aus Argolida auf 600 m, auf Felsboden, in Edelstahl auf der Hefe. Mavrofilero aus Mantinia auf 650 m, auf Sandboden, vier Monate in eiförmigen Amphoren auf den Schalen, eingehüllt in Stoff – dem Peplos, der dem Wein seinen Namen gibt.
Drei Weinberge. Drei Vinifikationswege. Drei Ausbaugefäße. Dann verschnitten. Bei den meisten Weingütern ist dieses Maß an Komplexität dem Flaggschiff-Rotwein vorbehalten. Hier ist es der Rosé. Für fünfzehn Euro.
Im Glas: blasses Korallenrosa, rot-goldene Reflexe. Erdbeere, weiße Blüten, Grapefruit, etwas Mineralisches. Am Gaumen echte Struktur – salzig, präzise, ein Abgang, der nicht aufhört. Kein Terrassentrinker, der sich nach Sekunden verflüchtigt. Ein Rosé, an den man sich erinnert.
Ein interessanter Fall, in dem Kritiker die Idee entweder verstehen oder eben nicht. Jancis Robinson gab diesem Wein über drei Jahrgänge hinweg 17/20 (2017, 2021, 2024). Parker dagegen liegt bei etwa 89. Wine Enthusiast nannte ihn „easy to drink but conceptually fascinating" und merkte an, er könne drei Jahre oder länger reifen. Ich habe den 2024er letzten Herbst verkostet. 92+ Punkte. Ich glaube, da geht noch mehr. Probiert den 2024er dieses Jahr. Und wundert euch nicht, wenn einer der nächsten Jahrgänge durch die Decke geht.

Verkostet: 2025