top of page

Diamantakis Winery – Prinos rot 2024

Syrah

PGI Kreta
100% Syrah
Kreta, Griechenland
Rotwein | trocken
12,5%

Der Prinos rot ist bei Diamantakis der Einstieg ins rote Sortiment, ein reinsortiger Syrah aus der PGI Kreta, angesiedelt klar unter der fassgereiften Diamantopetra-Linie. Erstmals gefüllt wurde er 2008; heute bewirtschaften die drei Brüder Ioannis, Michalis und Zacharias Diamantakis, die das Familiengut 2007 gegründet haben, 15 Hektar auf 30 Parzellen bei Kato Assites im Regionalbezirk Heraklion, und Zacharias, in Athen in Önologie ausgebildet, zeichnet als Chefönologe verantwortlich. Die Trauben für diesen Wein stammen aus den Parzellen Livadia und Sinani Cambos. Vinifiziert wird bewusst schlank, mit einer kurzen Extraktion von zwei bis zweieinhalb Tagen, Gärung im Edelstahl bei 14 bis 18 Grad und ohne Fasskontakt. Vom 2024er wurden 12.000 Flaschen gefüllt, deklariert bei 12,5 % Alkohol, während das offizielle Analysedatenblatt 12,7 % ausweist. In Griechenland kostet er rund 10,40 Euro.

Als Jahrgang war 2024 auf Kreta das heißeste Jahr der jüngeren Messreihe, mit der frühesten je dokumentierten Lese Ende Juli. Für den Prinos schlägt sich das vor allem in der Analytik nieder. Den 4,3 g/l Gesamtsäure bei pH 3,82 stehen 5,5 g/l und pH 3,56 im Jahrgang 2022 gegenüber, deutlich säureärmer und flacher gebaut. Genau das ist die Achse, auf der ein leichter Einstiegs-Syrah aus einem heißen Jahr an Spannung verliert.

In der Nase ist das ein durchaus attraktiver Wein, der sich über seine eher fruchtige Aromatik mit einer kleinen Pfeffernote als der leichtere Vertreter seiner Sorte gibt. Am Gaumen kommt dann im Antrunk wirklich viel Tannin, doch direkt danach fehlt dem Wein die Säure, und er bleibt etwas spannungslos und flach. Bei 12,5 % ist das ein sehr weicher Wein ohne große Komplexität oder Nachhall – nicht verkehrt zur Käseplatte oder zu kretischen Lammgerichten, solange man nicht auf viel Säure angewiesen ist. Für Rotweine aus Kreta ist 2024 für mich schlicht ein schwieriger Jahrgang.

Sehr ordentlich gemacht ist der Wein trotzdem, und was in ihm steckt, zeigt sich in besseren Jahren – Greg Sherwood MW sah den 2022er bei 90+ Punkten. Dieser 2024er bleibt darunter. Für mich sind das 86 Punkte.

​

Verkostet: September 2026

bottom of page