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Diamantakis Winery – Diamantopetra rosé 2025

Liatiko

PGI Kreta
100% Liatiko
Kreta, Griechenland
Roséwein | trocken
12,5%

Die Diamantopetra-Linie ist bei Diamantakis die anspruchsvollere, Konstantinos Lazarakis MW nennt sie in The Wines of Greece (S. 370) „the most prestigious line“ des Hauses. Der Rosé darin ist ein junger Wein. Der erste Jahrgang war 2022, der 2025er ist also erst der vierte. Im Glas steckt reinsortiges Liatiko, die früheste rote Sorte Griechenlands und zugleich die Leitsorte der PDO Dafnes. Trotzdem steht auf dem Etikett nur PGI Kreta, und das ist keine Abstufung, denn eine PDO war für diesen Wein gar nicht zu haben. Die Dafnes-Spezifikation kennt ausschließlich trockene und süße Rotweine, für einen Rosé gibt es dort keinen Platz. Die Trauben wachsen bei Kato Asites im Regionalbezirk Heraklion, am östlichen Fuß des Psiloritis, zwischen 350 und 550 Metern auf kalkhaltigem Ton und Kalkstein, nordöstlich exponiert und mit Seewinden aus der Ägäis, bei einem Ertrag von 8 Tonnen je Hektar. Im Keller bleibt es schlank, mit zwei bis drei Stunden Schalenkontakt vor der Gärung, vergoren wird im Edelstahl. Verantwortlich ist Zacharias Diamantakis, einer der drei Brüder, die das Familiengut 2007 gegründet haben und in dritter Generation Weinbau betreiben, er hat in Athen Önologie studiert. Der Wein hat 12,5 Prozent Alkohol, das Gut nennt für ihn rund 10.000 Flaschen.

Auf Kreta steht der Jahrgang 2025 vorläufig bei 7,5 von 10 und damit über dem kretischen Median von 6,5. Laut Erntebericht des Verbands war es ein weiteres Dürrejahr nach dreijährigem Niederschlagsdefizit, mit Ertragseinbußen bis zu 50 Prozent, die Traubenqualität stuft das Bulletin aber als gut bis sehr gut und über dem Niveau eines Durchschnittsjahres ein. Diamantakis selbst begann die Lese am 4. August mit dem Liatiko, das früh reift.

Die Nase ist angenehm und kirschig. Am Gaumen hat der Wein eine ordentliche Struktur und viel Gerbstoff. Auch der Nachhall ist ordentlich.

Aus demselben Haus und Jahrgang habe ich im Juli den Prinos Rosé verkostet, den Einstiegsrosé, mit 86 Punkten. Dort fehlte mir ein wenig Säure, der Wein war mir etwas zu rund, mit leicht oxidativen Noten und viel Karamell. Der Diamantopetra hat dagegen Struktur und viel Gerbstoff. Den Diamantopetra Rosé 2023 sah Greg Sherwood MW bei 90 Punkten.

In Griechenland kostet der Wein rund 13 Euro. Für mich sind das 89 Punkte.

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Verkostet: August 2026

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