top of page

Jahrgang 2011

kühl ohne Hitzewellen · Säure überall · Xinomavro auf Höchststand

Landesweit 7,5 von 10 · Sicherheit der Einstufung: mittel

Naoussa – Rot 9,0 · Weiß 8,0 (Sicherheit: mittel)

Attika – Rot 7,5 · Weiß 8,0 (Sicherheit: mittel)

Santorini – Rot 6,5 · Weiß 8,0 (Sicherheit: niedrig)

Rapsani – Rot 7,5 (Sicherheit: mittel)

Maroneia – Rot 7,5 · Weiß 7,5 (Sicherheit: niedrig)

Lokris – Rot 7,5 · Weiß 7,5 (Sicherheit: niedrig)

Nemea – Rot 7,0 (Sicherheit: niedrig)

Mantinia – Weiß 7,5 (Sicherheit: niedrig)

Metsovo – Rot 7,5 · Weiß 7,5 (Sicherheit: mittel)

Epanomi 8,0 · Pangeon 7,5 · Peloponnes außerhalb von Nemea und Mantinia 7,5 · Kreta 6,5 (jeweils als Gesamtwert ohne Farbtrennung)

Ein regnerischer Mai, danach eine lange trockene Phase ohne Temperaturextreme – das ist der ganze Jahrgang in einem Satz. Weil die Hitzewellen ausblieben, hielten die Trauben landesweit ihre Säure, und weil es nach dem Mai trocken blieb, kam trotzdem niemand in Bedrängnis.

Naoussa – Rot 9,0

Der höchste Wert dieser Seite. Neunen vergeben wir selten – über sechsundzwanzig Jahrgänge sieben Mal, und dreimal davon für Naoussa, was kein anderes Gebiet erreicht. Nach drei durchschnittlichen Jahren in Folge kehrte der Xinomavro hier auf Höchststand zurück.

Die Bedingungen waren genau die, die diese Sorte braucht: relativ trocken und kühl, mit ausreichenden Niederschlägen ohne Überfeuchtung. Die Trauben blieben gesund, und weil sie gesund blieben, ließ sich die Lese bewusst hinauszögern, bis die Gerbstoffe vollständig ausgereift waren. Was daraus entstand, hat gute phenolische Reife bei vergleichsweise niedrigem Alkohol, hohe frische Säure, feines reifes Tannin – und eine Haltbarkeit, die im Norden mit den Referenzjahrgängen 1994 und 2001 verglichen wird.

Ganz einig ist sich die Fachwelt nicht: Einzelne Stimmen halten 2011 für ein kühles Jahr mit teils sperrigen, wenig eleganten Roten. Das hängt am Erzeuger und an der Lage – wer die volle Reife abwartete, gewann.

Die weiße Seite – Attika und Santorini je 8,0

Der moderate Sommer und die große Spanne zwischen Tag und Nacht sind für aromatische weiße Sorten das Beste, was ein Jahr bieten kann. Auf Santorini kam reichlich Winterregen dazu, nützliche Frühlingswinde und ein milder Sommer; gelesen wurde früh im August, ohne Regen und ohne Fäulnis. Das Assyrtiko wurde frisch und präzise.

In Attika stand das Savatiano ungewöhnlich stark da, in Zitsa die Debina, auf Kreta Vidiano und Vilana, in Mantinia der Moschofilero. Es ist ein Jahrgang, in dem die weißen Sorten praktisch überall funktionierten.

Unsere Weine

Drei griechische Weine aus 2011 haben wir verkostet, der Median liegt bei 89 Punkten.

An der Spitze steht der Merlot Alargino von Domaine Hatzimichalis aus Atalanti mit 94, dahinter der Floga Gis der Petralona Winery aus Chalkidiki mit 89 und ein Agiorgitiko von Nicolas Repanis mit 83.

Aus Naoussa, dem Gebiet, das diesen Jahrgang mit 9,0 anführt, steht bei uns keine Flasche.

Alle Verkostungsnotizen aus 2011

· Domaine Hatzimichalis Merlot Alargino · 94

· Nicolas Repanis Agiorgitiko · 83

· Petralona Winery Floga Gis · 89

Jahrgang 2010 · 2011 · Jahrgang 2012 | Alle Jahrgänge

bottom of page