Jahrgang 2009
das Ausgleichsjahr · feucht wie seit dreißig Jahren nicht · sehr spät gelesen
Landesweit 6,5 von 10 · Sicherheit der Einstufung: mittel
Santorini – Rot 6,5 · Weiß 8,0 (Sicherheit: niedrig)
Naoussa – Rot 7,0 · Weiß 6,5 (Sicherheit: mittel)
Amyndeon – Rot 7,0 (Sicherheit: mittel)
Nemea – Rot 6,5 (Sicherheit: niedrig)
Mantinia – Weiß 6,5 (Sicherheit: niedrig)
Rapsani – Rot 6,5 (Sicherheit: niedrig)
Lokris – Rot 6,5 · Weiß 6,5 (Sicherheit: niedrig)
Attika – Rot 6,0 · Weiß 6,0 (Sicherheit: mittel)
Kreta 6,5 · Epanomi 6,0 · Pangeon 6,0 · Peloponnes außerhalb von Nemea und Mantinia 6,0 (jeweils als Gesamtwert ohne Farbtrennung)
Nach zwei extrem heißen und trockenen Jahren kam 2009, wie es im Norden heißt, um den Wassermangel aufzufüllen. Die Reben bekamen zurück, was ihnen 2007 und 2008 gefehlt hatte, und das ist der Grund, warum dieser Jahrgang moderatere Alkoholgrade und mehr Balance brachte als seine beiden Vorgänger.
Der Preis dafür stand in der Luft. Während der Vegetationsperiode herrschte die höchste Feuchtigkeit seit dreißig Jahren, und die Sommertemperaturen stiegen nicht hoch genug, um den Falschen Mehltau auszubremsen. Die Reife zog sich hin: In Naoussa wurde der Xinomavro erst Mitte Oktober gelesen.
Der Norden – Naoussa und Amyndeon je 7,0
Ein Jahr für sorgfältige Arbeit. Der spätreifende, dünnhäutige Xinomavro stand wochenlang unter Pilzdruck und verlangte penible Auslese. Wer sie leistete, bekam intensive, feine Aromen, mittlere Farbe, vollen Körper und eine Harmonie, die man einem so schwierigen Jahr nicht zutraut. Wer sie nicht leistete, verlor.
Santorini – Weiß 8,0
Der höchste Wert der Seite, und die Insel verdankt ihn dem, was sie vom Festland trennt. Sie blieb heiß, trocken und windig, bekam die Wasserauffüllung des Jahres mit, aber nicht die Feuchtigkeitsprobleme. Gelesen wurde früh, ohne Regen und ohne Fäulnismeldungen. Das Assyrtiko dieses Jahrgangs gilt als eines mit besonders langem Atem.
Die Mitte des Landes – 6,0
In Attika und in Epirus war die Feuchte am höchsten und damit auch das Pilzrisiko. Der Vorteil war derselbe wie überall – Säure und Frische blieben erhalten –, nur musste er gegen Mehltau und Fäulnis verteidigt werden. Der Lesezeitpunkt entschied.
Unsere Weine
Zwei griechische Weine aus 2009 haben wir verkostet, und es ist zweimal derselbe: der Trilogia von Christos Kokkalis aus der PGI Ilia, beide Male mit 92 Punkten.
Damit sagt unser Bestand über diesen Jahrgang nichts, was über diese eine Flasche hinausginge.
Alle Verkostungsnotizen aus 2009
· Christos Kokkalis Trilogia · 92
· Christos Kokkalis Trilogia · 92
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